Invisible Zippers & Sewing Foot

December 1, 2017

Ich möchte euch heute ein weiteres Nähfüßchen vorstellen, welches mir das Leben sehr viel einfacher macht! Das Nahtzipfüßchen! (Oder Füßchen für verdeckte Reißverschlüsse,… es hat viele Namen!)
Der Nahtzip unterscheidet sich vom normalen Zip dadurch, dass er unsichtbar in eine Naht eingenäht werden kann. Alles was man sieht ist der Griff zum Öffnen.
Viele nähen den Nahtzip mit einem Zipfüßchen ein und ärgern sich dann, dass man den Zip trotzdem sieht. Es hängt davon ab, wie euer Zipfüßchen gebaut ist. Manchmal funktioniert es damit ganz gut, manchmal leider nicht.
Deswegen gibt es für Nahtzips ein eigenes spezielles Füßchen, mit dem es ganzeinfach gelingt, einen Nahtzip in einer Naht verschwinden zu lassen ;)

Aber zuerst einmal eine kurze Erklärung was überhaupt der Unterschied dieser beiden Zips ist.
Grob gesagt hat der Nahtzip die „Zähne“ auf der falschen Seite. Zähne und Griff zum Öffnen sind auf unterschiedlichen Seiten, während beim normalen Zip diese Eigenschaften auf einer Seite sind.

Zusätzlich kann man die Zähne, wenn der Zip geöffnet ist, auseinanderklappen. Man rollt die Zähne sogesehen auseinander. Ziel ist es, in der aufgerollten „Rinne“ zu nähen. Dort muss die Naht sein, damit der Zip unsichtbar ist.

Im Unterschied zum Zipfüßchen besitzt das Nahtzipfüßchen an der Unterseite zwei kleine Tunnel. Diese sind dazu da, dass die Zähne während dem Nähen auseinanderklappt werden. Somit kann die Nadel direkt in der „Rinn“ nähen.
(Je nach Maschine können die Füßchen unterschiedlich aussehen, der Grundgedanke ist aber der gleiche).
Das Zipfüßchen hingegen ist so gebaut, dass man bei normalen Zips so nah wie möglich neben den Zähnen nähen kann. Da bei einem normalen Zip die Zähne nicht klappbar sind, kommt der Fuß auch nicht näher an die Zähne ran.

 

 

Im „simulierten“ Nähprozess sieht man ganz gut, wie das Nahtzipfüßchen die Zähne auseinanderklappt. Die Nadel kann somit in der „Rinne“ nähen. Man kann beim Nähen eines Nahtzips mit einem Zipfüßchen zwar versuchen die Zähne aufzuklappen, das Füßchen wird aber immer wieder abrutschen und im Endeffekt

 neben den Zähnen nähen und nicht in der „Rinne“

 

Im Vergleich habe ich hier noch zwei Beispiele. Ich habe einen weißen Nahtzip für einen blauen Rock verwendet. Alles was sichtbar ist, ist der Griff. Der Nahtzip wird erst sichtbar, wenn man die Naht stark auseinanderzieht. Beim normalen Tragen ist er nicht sichtbar.
Das zweite Beispiel zeigt einen Nahtzip der mit einem Zipfüßchen eingenäht wurde. Ich konnte mit dem Fuß nicht so knapp in der „Rinne“ nähen und deswegen ist der „Stoff“ des Zips sichtbar.

Je nach Maschinenmarke sind die Füßchen unterschiedlich teuer. Wer aber viel mit Nahtzips arbeitet, sollte sich überlegen, ob die Investition nicht vielleicht doch Sinnmacht. Schließlich kann man dann bunte Zips einnähen und keinem wird’s jemals auffallen … denn wer hat schon immer die richtige Farbe zu Hause? ;P

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